Im Sommer 2001 wurde bei den Wiener Sozialdiensten wieder mit der Entwicklung und Durchführung sowohl von nationalen, als auch von EU– und internationalen Projekten begonnen. Seit 2003 ist das Referat Projekte im Bereich Kontaktbesuchsdienst angesiedelt.

Aktuelle Projekte

PARK(T)RAUM - Für ein gutes Miteinander

Das Projekt „PARK(T)RAUM – Für ein gutes Miteinander“ richtet sich an ParkbesucherInnen und AnrainerInnen des Haidmannsparks und des Dadlerparks, die sich im 15. Wiener Gemeindebezirk befinden.

„PARK(T)RAUM“ soll

  • generationsübergreifende Kontakte fördern,
  • kulturelle Verständigung unterstützen,
  • neue Spielformen entwickeln helfen,
  • ältere Jugendliche auf Alternativen im Bezirk aufmerksam machen,
  • Lärmbelästigung auf ein für die AnrainerInnen erträgliches Maß reduzieren,
  • Aggressionen verhindern und Konflikte entschärfen,
  • gegenseitige Sensibilität für verschiedene Bedürfnisse schaffen,
  • unterschiedliche Interessen zusammenführen.


In der Vergangenheit ist es immer wieder zu Klagen über Lärmbelästigungen gekommen, was zu Konflikten zwischen ParkbesucherInnen und AnrainerInnen geführt hat. Im Zuge von bereits erfolgten Interventionen wurde der Wunsch geäußert, muttersprachliche VermittlerInnen als AnsprechpartnerInnen vor Ort einzusetzen, um die Verständigung zwischen den AkteurInnen zu erleichtern. 
Aus diesem Grund wurde das Projekt „PARK(T)RAUM“ entwickelt. 

In den beiden Parks wird zwischen Juni 2006 und Ende Oktober 2006 an jeweils zwei Nachmittagen in der Woche eine spezielle Parkbetreuung angeboten.

Das Team, das die Parkbetreuung durchführt, setzt sich aus Jugendarbeiter Inne n sowie mehreren älteren ehrenamtlichen MitarbeiterInnen aus der Türkei und dem ehemaligen Jugoslawien zusammen. 

Das Projekt Park(T)Raum ist ein gemeinsames Projekt der Gebietsbetreuung Storchengrund, des Vereins Zeit!Raum und der Wiener Sozialdienste.

Mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumenten-schutz sowie mit finanzieller Unterstützung der Stadt Wien (MA 13, MA 17, MA 18, MA 25 und MA 50).

Abgeschlossene Projekte 

Eingliederung von älteren MigrantInnen in die Pensionistenclubs im 15. Bezirk

Finanzierung:
Wiener Integrationsfonds und Magistratsabteilung 57 
Laufzeit: 08. 2003 – 05.2004 

Im Rahmen des Projektes konnte gezeigt werden, dass große Nachfrage von älteren MigrantInnen nach Informationen und Angeboten im Gesundheits- und Sozialbereich besteht und dass Begegnungsmöglichkeiten im näheren Umfeld sowohl mit Menschen ihrer Ethnien als auch Kontaktmöglichkeiten zu Wiener SeniorInnen nachgefragt werden.

Weitere Informationen

 

Gemeinschaftsinitiative EQUAL

IntegrationsInfoService von MigrantInnen für MigrantInnen (IIS)

Finanzierung: esf und BMWA
Laufzeit:
Aktion 1: Nov 2002 – Mai 2003
Aktion 2 und 3: Sept 2003 – Feb 2005

Das Projekt „ IntegrationsInfoService von MigrantInnen für MigrantInnen“ versuchte in seiner 30-monatigen Projektzeit sowohl für jüngere als auch für ältere in Wien lebende MigrantInnen eine win-win Situation herzustellen.

Aus diesem Grund erschien der Entwicklungspartnerschaft
„IntegrationsInfoService von MigrantInnen für MigrantInnen (IIS)“ eine Verbindung der beiden folgenden Strategien zur Verbesserung der Situation von MigrantInnen auf dem Arbeitsmarkt als geeignet:

• Durch Nutzung, Aufwertung und Erweiterung von spezifischen Ressourcen von MigrantInnen (Sprachkenntnisse, Erfahrung im Umgang mit mehr als einer Kultur, Erfahrung mit der Bewältigung komplexer Anpassungsprozesse unter oft schwierigen Bedingungen) Empowerment-Prozesse einzuleiten, und diese in Qualifizierungsmaßnahmen (Modul 2) sowie anschließend in die Tätigkeit in einem neuartigen Arbeitsfeld des Sozialbereichs (Modul 3) überzuleiten. Diese Tätigkeit im Sozialbereich soll in der Folge die Grundlage für weitere Qualifikationen zu Sozialberufen bilden und somit eine „Hebelwirkung“ bieten. 

• Gleichzeitiges Erschließen spezifischer, neuer Betätigungsfelder gesellschaftlich notwendiger Dienstleistungen in einer sich verändernden, multikulturellen Gesellschaft, in denen die spezifischen Fähigkeiten und Kenntnisse der MigrantInnen besonders gut eingesetzt werden können (Modul 1). Weiters ermöglichte das Projekt den zu erwartenden Hilfs- und Pflegebedarf von ausländischen SeniorInnen zu erheben.

Für die Partner der EP IIS stellte die Schaffung von neuen Beschäftigungsmöglichkeiten e ine der größten Herausforderungen dar. Im Projektverlauf hatte es sich bestätigt, dass verschiedenste Bedarfe bei älteren MigrantInnen bestehen und muttersprachliche Angebote, Informationen und Beratung gerne angenommen werden (siehe auch: Seniorentreff 15 für WienerInnen und ZuwanderInnen).

Im Zuge der allgemeinen politischen Bestrebung nach Diversität konnten Projekt-TeilnehmerInnen an Stellen der Stadt Wien (KAV) bzw. nahe Einrichtungen (F onds Soziales Wien, Sozial Global, Wiener Sozialdienste, Kuratorium Wiener Pensionistenwohnhäuser, Wohnservice Wien, Grätzelmanagement, Seniorenverein von und für Migrantinnen) vermittelt werden.

Mit der Weiterführung des muttersprachlichen Erhebungs- und Informationsinstrumentes „Kontaktbesuchsdienst für ältere MigrantInnen“ und der Übernahme in den Regelbetrieb wäre ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Diversität vollbracht .

IIS-Studie

WHO – Demonstrationsprojekt 
„ Aktiv ins Alter“

Finanzierung: Stadt Wien
Laufzeit: Dezember 2002 – Juni 2005 

Ziel des Projektes war, durch aktivierende und vernetzende Maßnahmen die Chancen für ein selbst bestimmtes und aktives Leben im Alter zu erweitern. Dazu begleiteten 7 Mitarbeiterinnen des Projektes ältere Menschen (WienerInnen und ZuwanderInnen) jeweils ein Jahr lang in drei ausgewählten Wiener Wohngebieten und unterstützten die KlientInnen bei der Entwicklung von Lösungen für ihre Probleme und von Perspektiven für ein aktives Leben im Alter. 

"Aktiv ins Alter" war als ein Demonstrationsprojekt konzipiert. Das heißt, es sollten nicht neue Angebote geschaffen, sondern Interventionsformen erprobt werden, die geeignet sind, einerseits den spezifischen Bedarf und die Ressourcen der älteren Menschen in unterschiedlichen Regionen, Lebenslagen und sozio-kulturellen Kontexten zu identifizieren und andererseits die bestehenden Einrichtungen und Angebote in einer Region so zu koordinieren, dass präventive und flexible, d.h. den individuellen Bedarfslagen angepasste Strategien für Problemlösungen mit den älteren Menschen gemeinsam entwickelt werden können.

Zu diesem Zweck suchte das Projekt den direkten Kontakt mit den unterschiedlichsten Gruppen der älteren Bevölkerung in den Projektregionen; gleichzeitig knüpfte es an die Erfahrungen der lokalen Einrichtungen und Akteure an. Zu den Kooperationspartnern gehörten die regionalen Gesundheits- und Sozialzentren ebenso wie Nachbarschaftszentren oder Gebietsbetreuungen, lokale Initiativen wie die Agenda 21 sowie Volkshochschulen oder Bezirksvertretungen, Einrichtungen der verschiedenen Religionsgemeinschaften und kulturelle Vereine, Ärzte oder Apotheken.

Im Sinne einer Demonstration waren auch Zielerreichung und Nachhaltigkeit des Projekts definiert: Es galt, unter der Bevölkerung und in den regionalen Einrichtungen das Konzept des aktiven Alterns bekannt zu machen und dessen konkreten Nutzen aufzuzeigen. In diesem Zusammenhang kam der wissenschaftlichen Begleitforschung eine wichtige Rolle zu (siehe auch Publikumsbericht).

 

Publikumsbericht
Endbericht der Begleitforschung zum WHO-Projekt
Aktiv im Bezirk - Team 10. - Per Albin Hansson Siedlung
Aktiv im Bezirk - Team 12. - Gebiet Meidling Zentrum
Aktiv im Bezirk - Team 15. - 15. Bezirk südlicher Teil
Vilayetde Aktiv olmak - Türkce - Deutsch
Aktivni u Becirk-u - 15-i Becirk juzni deo