16.05.14

Projekt SPES – Support Patients through E-Service Solutions

 

The SPES Project - Promotion Video

 

Kurzinformation über das Gesamt-Projekt

Das Projekt SPES wird im Strukturfonds-Programm der EU „Central Europe“ gefördert.
Sein Ziel ist, die Anwendung von E-Health, Ambient Assisted Living und Telemedizin-Lösungen in Mitteleuropa zu stärken.
Ein wesentlicher Projektinhalt ist die direkte Zusammenarbeit mit den Zielgruppen technischer Angebote sowie mit deren
Angehörigen und UnterstützerInnen.

Derzeit besteht das Projekt-Konsortium aus folgenden PartnerInnen:

  •   ENEA (Agenzia nazionale per le nuove tecnologie), Bologna, Italien
  •   Provinz Ferrara, Italien
  •   CUP2000, Italien
  •   Fonds Soziales Wien, Österreich
  •   Verein „Wiener Sozialdienste“, Österreich [1]
  •   Stadt Košice, Slowakei
  •   Technische Universität Košice, Slowakei
  •   Technische Universität Prag, Tschechien
  •   ProDEEP Boskovice / Brünn, Tschechien
  •   CETIC (Centre d'Excellence en Technologies de l'Information et de la
      Communication) Charleroi, Belgien

 

Die Projekt-Gesamtleitung wird von ENEA, Herrn Gianluca D’Agosta wahrgenommen.

Die PartnerInnen in Ferrara beschäftigen sich mit e-Health- und Telemedizin-Anwendungen für Menschen mit Atemwegs-Erkrankungen, die PartnerInnen in Boskovice/Brünn und Prag mit Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Mehrfachbehinderungen durch E-Health und Ambient Assisted Living und die PartnerInnen in Košice arbeiten an einem Kommunikations-System für einsame und marginalisierte ältere Menschen.

Die Wiener PartnerInnen haben die Aufgabe übernommen, technische Lösungen für Bedarfslagen von Menschen mit dementiellen Erkrankungen ausfindig zu machen, zu entwickeln, zu adaptieren und zu testen.

Das Projekt- Gesamtbudget beträgt € 2.102.048,-.

 

Kurzinformation über den Wiener Teil des Projekts (“Vienna Pilot”)

Als technische Angebote für Menschen mit dementiellen Erkrankungen, deren Angehörige und UnterstützerInnen wurden folgende Testcases identifiziert und ausgewählt:

Orientierungshilfe: das Wiederfinden von Personen die sich verirrt haben, mit Hilfe von GPS- Lokalisierungs-Funktionen.

Gefährlichen Situationen vorbeugen: die Information der Betreuungs-Personen durch ein aktives RFID-System, wenn Menschen mit Demenz-Erkrankungen einen individuell definierten „Sicherheits-Bereich“, wie etwa die Terrasse eines Tageszentrums oder den Garten einer Wohngemeinschaft verlassen;

Stimulation des Denkens, Wahrnehmens und Erinnerns: Persönliche elektronische Erinnerungsbücher für ältere Menschen, die für sie wichtige und ansprechende Bilder, Musik, Filme und Texte beinhalten, und die durch das Berühren eines Touchscreen PCs aufgerufen und ‚durchgeblättert‘ werden können, sowie andere individuelle Unterstützungen, die über einen Touchscreen vermittelt werden;

Gegenstände wieder finden: leichteres Wiederfinden häufig verlegter, wichtiger Gegenstände mit Hilfe eines Touchscreens und aktiver RFID-Tags;

Sprechender Schlüssel: Eine Erinnerung, den Schlüssel mitzunehmen, wenn jemand in Gefahr ist, die Wohnung ohne Schlüssel zu verlassen. Diese Erinnerungsfunktion wird durch ein System eines Reflexmelders und aktiver RFID-Tags ermöglicht. 

Die technischen Voraussetzungen dafür wurden zum Großteil von der Universität Wien, und, im Hinblick auf den Testcase „Stimulation des Denkens, Wahrnehmens, Erinnerns“, in Kooperation mit der Technischen Universität Prag geschaffen (Recherche über auf dem Markt vorhandene Technologien, dazu passende Software-Entwicklungen und Applikationen). Einer der früheren Mitarbeiter der Universität Wien, Herr Marek Lenart, ist nun im Verein „Wiener Sozialdienste“ tätig, um die technischen Aufgaben weiterhin wahrnehmen zu können.

Zahlreiche inhaltliche Impulse für die Testcases kamen von PraktikerInnen:

Leiterinnen von Tageszentren für SeniorInnen und Wohngemeinschaften, in denen Menschen mit dementiellen Erkrankungen Unterstützung und Begleitung erhalten, brachten ihre Erfahrung und Kompetenz über die spezifischen Bedarfslagen der Zielgruppe ein. Selbstverständlich flossen von Anfang an Anliegen von Tageszentrums-KundInnen bzw.WG-BewohnerInnen und deren Angehörigen in die Projektarbeit ein.

Die Tests fanden in Tageszentren, Wohngemeinschaften und Privatwohnungen statt. Rückmeldungen der Testpersonen wurden fortlaufend in den weiteren Entwicklungen berücksichtigt.

Für die Projekt-Koordination und Abwicklung sind im Fonds Soziales Wien Christine Petioky und im Verein „Wiener Sozialdienste“ Dr.in Karin Kienzl-Plochberger zuständig.

Am 16. Mai 2014 findet im Wiener Rathaus (Stadtsenatssitzungssaal) die Abschlusskonferenz statt.

Das Projekt wird im Juni 2014, nach einer Laufzeit von drei Jahren, abgeschlossen.

Wien, im April 2014

[1] Die Wiener ProjektpartnerInnen waren bis 30.09.2013 der FSW und die Universität Wien, Fakultät für Informatik, Forschungsgruppe Scientific Computing. Mit 01.10.2013 trat der Verein „Wiener Sozialdienste“ als Nachfolgepartner der Universität in das Projekt ein.